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Jenseits von Pfadabhängigkeit und "natürlicher Auslese" : Institutionentransfer aus diskursanalytischer Perspektive

Beyond path dependency and "natural selection" : institutional transfer from the viewpoint of discourse analysis
[Arbeitspapier]

Scherrer, Christoph

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-115226

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung gGmbH
Abstract "Pfadabhängigkeit und 'natürliche Auslese' markieren zwei Pole im Spektrum der Diskussionen um Institutionentransfers. Die These der Pfadabhängigkeit impliziert, dass, wenn überhaupt, nur ein inländischer Institutionenwandel von der Wahrnehmung ausländischer Institutionen beeinflusst wird und jedes Lernen (und vor allem der Versuch, das Gelernte umzusetzen) nur im Rahmen der bisher bestehenden Institutionen erfolgen kann. Die These des 'one best way' besagt dagegen, dass unter Strafe des Untergangs die effizienteste Praxis übernommen werden muss. Der Beitrag zeigt auf, dass auf der Basis derzeit vorherrschender Theorien, insbesondere der Neoklassik und der Neuen Institutionellen Ökonomie, die Frage nach der Möglichkeit des grenzüberschreitenden Institutionentransfers nicht hinreichend beantwortet werden kann. Stattdessen wird ein diskursanalytischer Zugang gewählt, der, ohne die prägende Kraft von Konkurrenz und institutionellem Vermächtnis verneinen zu müssen, den Blick für die politischen Auseinandersetzungen um den Institutionentransfer öffnet. Besondere Bedeutung wird dabei der Fähigkeit zentraler gesellschaftlicher Akteure beigemessen, andere relevante Akteure von den Vorzügen eines ausländischen Modells zu überzeugen und die Nachahmung dieses Modells einzuleiten. Anschauungsmaterial sind die Diskussionen um den Transfer wirtschafts-politischer Institutionen zwischen den USA und Deutschland im 20. Jahrhundert." (Autorenreferat)

"Path dependency and 'natural selection' mark the two poles in the debate on the transfer of institutions across borders. Path dependency implies that the observation of foreign institutions does not play a major role in the evolution of domestic institutions, and that, if learning does take place, it happens only within the framework of existing institutions. In contrast, the thesis of 'one best way' contends that nations are compelled to adopt the most efficient institutions possible. Path dependency conduces to the divergence of economic institutions across nations, whereas 'natural selection' tends towards convergence. The predominant theories in this debate, neoclassical economic theory and new institutional economics, cannot satisfactorily predict divergence or convergence. Therefore a discourse-analytical approach was chosen. While not denying the power of competition and institutional legacies, this approach allows an analysis of the political struggles surrounding the transfer of institutions. Special emphasis is placed on the ability of collective actors to convince other relevant actors of the advantages of the foreign model and to initiate imitation. The history of the transfer of economic institutions between America and Germany provides the empirical background." (author's abstract)
Thesaurusschlagwörter institution; transfer; institutional factors; institutional economics; economic policy; Federal Republic of Germany; United States of America; path analysis; North America; international comparison
Klassifikation Organisationssoziologie, Militärsoziologie
Methode deskriptive Studie
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2001
Erscheinungsort Berlin
Seitenangabe 26 S.
Schriftenreihe Veröffentlichungsreihe / Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, Forschungsschwerpunkt Technik - Arbeit - Umwelt, Abteilung Regulierung von Arbeit, 01-205
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
Datenlieferant Dieser Metadatensatz wurde vom Sondersammelgebiet Sozialwissenschaften (USB Köln) erstellt.
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