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Zur Erklärung der Assimilation von Migranten an die Einwanderungsgesellschaft am Beispiel der Vergabe von Vornamen

Explanation of the assimilation of migrants in the immigration society, using the giving of forenames as an example
[Arbeitspapier]

Gerhards, Jürgen; Hans, Silke

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-114033

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Freie Universität Berlin, FB Politik- und Sozialwissenschaften, Institut für Soziologie Arbeitsbereich Makrosoziologie
Abstract "Im Rahmen der mit der EU-Integration und mit zukünftigen Erweiterungen verbundenen Freizügigkeitsregelungen stellt sich vermehrt die Frage nach der Integration von Zuwanderern aus Ländern innerhalb und außerhalb Europas. In diesem Beitrag fragen wir am Beispiel von Migranten aus drei Herkunftsgruppen (Südwesteuropa, Ex-Jugoslawien, Türkei) danach, unter welchen Bedingungen sich Zuwanderer am ehesten an die deutsche Gesellschaft anpassen. Um die abhängige Variable „Assimilation“ zu messen, benutzen wir einen ungewöhnlichen, aber sehr aussagekräftigen Indikator - die Vergabe von Vornamen an in Deutschland geborene Kinder von Zuwanderern. Mit Daten des SOEP lässt sich zeigen, dass Zuwanderer aus der Türkei gegenüber solchen aus dem ehemaligen Jugoslawien und Südwesteuropa seltener in Deutschland gebräuchliche Vornamen vergeben, also weniger angepasst sind. Ebenso steigt die Wahrscheinlichkeit der Vergabe deutscher Vornamen bei Zuwanderern mit hoher Bildung, christlicher Konfession und deutscher Staatsbürgerschaft. Bei der Interpretation der Ergebnisse ist jedoch zu beachten, dass sich die Ausgangssituation für die Migrantengruppen unterscheidet. Der Pool an Vornamen, auf die zurückgegriffen wird, ist in Deutschland durch die christliche Tradition geprägt, die mit den südwesteuropäischen Ländern geteilt wird, so dass es in der Namensvergabe in diesen Ländern große Überschneidungen gibt. Relativiert man den Assimilationsgrad türkischer Zuwanderer um die von vornherein größere kulturelle und sprachliche Distanz, zeigen sie genauso große Anpassungsbereitschaft wie die anderen Gruppen." [Autorenreferat]

"Given the importance placed on the free movement of persons, services, and capital in the EU agenda, the integration of immigrants from within and outside the EU will become an increasingly crucial issue with the ongoing process of enlargement and integration. In this paper we attempt to answer the question of what conditions are necessary for immigrants from different countries (Southern Europe, the former Yugoslavia, and Turkey) to culturally assimilate to the German population. We measure the concept of assimilation using an unusual, but sound indicator: the choice of first names given by immigrants to their German-born children. Using SOEP data, we show that immigrants from Turkey are less likely to choose names that are popular among the German population as well. Overall, those immigrants who are better educated, Christian and hold German citizenship are most likely to choose names common in Germany. However, it is crucial to bear in mind that the initial situation is quite different for the groups of immigrants analysed. The pool of first names common in Germany is largely determined by the Christian tradition of the country, which it shares with the countries of Southern Europe. Therefore, some of the names popular in Germany are common in Spain and Italy as well, but not in Turkey. Considering the greater cultural and linguistic barriers faced by Turkish immigrants, their willingness and likelihood to assimilate is equal to that of the other groups." (author's abstract)
Thesaurusschlagwörter migrant; migration; immigration; assimilation; name; identity; identification; integration; cultural identity; cultural integration; cultural behavior; citizenship
Klassifikation Migration
Methode Dokumentation
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2006
Erscheinungsort Berlin
Seitenangabe 27 S.
Schriftenreihe Berliner Studien zur Soziologie Europas / Berlin Studies on the Sociology of Europe (BSSE), 5
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
Datenlieferant Dieser Metadatensatz wurde vom Sondersammelgebiet Sozialwissenschaften (USB Köln) erstellt.
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