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Globalisierungsdruck und Beschäftigungssicherung : Standortsicherungsvereinbarungen in der deutschen Automobilindustrie zwischen 1993 und 2006

Globalization pressure and employment protection : location protection agreements in the German automobile industry between 1993 and 2006
[Arbeitspapier]

Jürgens, Ulrich; Krzywdzinski, Martin

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-113597

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung gGmbH
Abstract "Das Paper untersucht Standort- und Beschäftigungssicherungsvereinbarungen in der deutschen Automobilindustrie im Zeitraum zwischen 1993 und 2006. Untersucht werden die Ursachen, die Kerninhalte und die Folgen der Beschäftigungssicherungsvereinbarungen. Im Hintergrund steht die allgemeine Frage nach der Rolle dieser Vereinbarungen beim Wandel der Arbeitsbeziehungen in der Automobilindustrie. Stehen sie in der Kontinuität des bisherigen kooperativen Modells im Sinne eines Ausgleichs zwischen den Anforderungen der Beschäftigungssicherung und der Wettbewerbsfähigkeit? Oder bedeuten sie ein Concession Bargaining, das zu einer Infragestellung der kooperativen Arbeitsbeziehungen führt? In der wissenschaftlichen Literatur spielt die Interpretation der Beschäftigungspakte als reziproker Tausch und als 'win-win'-Prozess für Beschäftigte und Unternehmen eine große Rolle. Wenngleich die Zusagen der Unternehmen (Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen sowie Investitions- und Produktzusagen) und die langen Laufzeiten der Verträge für diese Interpretation sprechen, gibt es aber auch eine Reihe von Gegenargumenten, die im Paper untersucht und diskutiert werden. Den unmittelbar wirksamen Konzessionen der Beschäftigten stehen Beschäftigungszusagen gegenüber, deren Realisierung von der Absatzentwicklung abhängt und unsicher ist. Trotz der Beschäftigungspakte bauen Automobilunternehmen massiv Arbeitsplätze ab. Die Konzessionen der Beschäftigten werden immer weit reichender und die Legitimität der Pakte nimmt ab. Schließlich geht von den Vereinbarungen die Gefahr eines Unterbietungswettbewerbs bei Löhnen, Arbeitszeiten und Arbeitsbedingungen aus, die nicht auf Deutschland beschränkt ist, sondern auf die gesamte europäische Automobilindustrie ausstrahlt." (Autorenreferat)

"The discussion paper examines company-level agreements on competitiveness and employment protection in the German automobile industry between 1993 and 2006. It analyses the causes, the contents and the results of these agreements. The company-level agreements represent an important element of general changes of labour relations in the German automobile industry. The paper asks if they stay in the trajectory of the cooperative model of labour relations that tries to balance requirements of competitiveness and employment protection or if they represent a concession bargaining that breaks with the cooperative traditions. The company-level agreements on competitiveness and employment protection are often perceived by scholars as a reciprocal exchange and as a win-win process for employees and companies. On the one hand, the concessions of the companies (no enforced redundancies, product and investment allocation promises) and the long runtimes of the agreements support this interpretation. On the other hand, there are several arguments contradicting the picture of a reciprocal exchange. Firstly, while the wage and working time concessions of the employees become immediately effective, the promises of the companies are directed to the future and depend on product markets whose development cannot be foreseen. Secondly, it can be shown that the automobile companies have been able to reduce employment despite the existence of company-level agreements on employment protection. Thirdly, the increasing importance of wage concessions challenges the legitimacy of the agreements. Finally, the agreements result in a concession competition between companies that imperils wages, working times and working conditions not only in Germany but also in the whole European automobile industry." (author's abstract)
Thesaurusschlagwörter automobile industry; Federal Republic of Germany; job security; competitiveness; globalization; change of location; labor relations; collective agreement
Klassifikation Industrie- und Betriebssoziologie, Arbeitssoziologie, industrielle Beziehungen
Methode empirisch
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2006
Erscheinungsort Berlin
Seitenangabe 58 S.
Schriftenreihe Discussion Papers / Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, Forschungsschwerpunkt Organisationen und Wissen, Forschungsgruppe Wissen, Produktionssysteme und Arbeit, 2006-303
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
Datenlieferant Dieser Metadatensatz wurde vom Sondersammelgebiet Sozialwissenschaften (USB Köln) erstellt.
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