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Wettbewerbsfähig und sozial? : die Lissabon-Strategie aus deutsch-französischer Perspektive

Competitive and socially caring? : the Lisbon Strategy from a Franco-German perspective
[Forschungsbericht]

Bourgeois, Isabelle; Gabel, Markus

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-110623

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Forschungsinstitut der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik e.V.
Abstract "Trotz ihrer Reform im März 2005 bleiben die Erfolge der Lissabon-Strategie, die die Europäische Union bis 2010 zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten Wirtschaftsraum der Welt machen soll, weiterhin aus. Die Ursachen des europäischen Rückstands vor allem gegenüber den USA sind bekannt: ein unvollendeter Binnenmarkt, ausufernde Sozialsysteme, die die öffentlichen Haushalte belasten, und unzureichende Forschungsinvestitionen. Um diese Schwächen in den Griff zu bekommen, sieht die Strategie eine grundlegende Reform der Wirtschafts- und Sozialsysteme vor. Dabei verfolgt sie einen umfassenden Ansatz mit Blick auf verschiedene Reformfelder. Gleichzeitig liegt die Verantwortung für die Ausgestaltung des auf EU-Ebene vertraglich vereinbarten Handlungsrahmens weiterhin bei den Mitgliedstaaten. Die Umsetzung der Lissabon-Strategie krankt daran, dass es weiterhin an einem proaktiven Engagement der Mitgliedstaaten fehlt und es darüber hinaus versäumt wurde, die Notwendigkeit konstruktiver Wirtschafts- und Sozialreformen der Öffentlichkeit zu vermitteln. Deutschland und Frankreich unterscheiden sich in vier zentralen Punkten: Das Subsidiaritätsprinzip wird in beiden Ländern unterschiedlich interpretiert. Dies betrifft die Aufgabenverteilung zwischen den unterschiedlichen Ebenen ebenso wie die Funktion der gesellschaftlichen Kräfte innerhalb des jeweiligen Wirtschafts- und Sozialmodells. Die Interpretationen des Begriffs der 'sozialen Marktwirtschaft' bzw. des ordnungspolitischen Ansatzes des europäischen Modells gehen deutlich auseinander. Beiden Ländern fehlt eine übereinstimmende Auffassung zu der Frage, was die europäische Integration im Kern ausmacht. Dahinter verbergen sich divergierende Vorstellungen zur politischen, wirtschaftlichen und sozialen Finalität Europas. Vor allem in Frankreich taucht Europa in der politischen Debatte entweder nicht auf (obwohl es der eigentliche Reformmotor ist) oder wird den Bürgern als eine ferne Macht dargestellt, die ihnen sinnlose Zwänge auferlegt. Um Fortschritte zu erzielen, sollten diese fundamentalen Divergenzen auf politischer Ebene offen angesprochen werden. Nachhaltige Veränderungen können nur durch eine Politik der kleinen Schritte erreicht werden, die auf die Verantwortung der gesellschaftlichen Akteure aufbaut und somit die Bürgernähe weit effizienter fördert als viele Großprojekte." (Autorenreferat)

"Despite its reform in March 2005 the Lisbon Strategy has thus far failed to show its intended success of making the European Union the most competitive and dynamic market worldwide. The causes for this European shortfall, especially behind the United States, are well known: an internal market not yet achieved, overfunded social security systems that burden national budgets and insufficient research investments. In order to get a grip on these shortcomings, the Strategy envisages a fundamental reform of the economic and social security systems by means of an all-encompassing approach to the different fields of reform. The responsibility for the reforms within the legal framework agreed upon on the EU-level remains in the hands of the member states. The implementation of the Lisbon Strategy remains a weak point due to the continuous lack of a proactive commitment to EU issues by the member states paired with the fact that the necessity for constructive economic and social reforms was not communicated to the public. There are four major differences between the German and the French approach: The principle of subsidiarity is interpreted differently in each of the two countries. This concerns the assignment of responsibilities among the different government levels as well as the function of social forces within the respective economic and social security models. There is a vast divergence between both countries' interpretations of 'social market economy' and of the regulatory policy approach of the European model. Both countries lack a common opinion regarding the essence of European Integration. This reveals their diverging conception of the political, economic and social finalities of Europe. France hardly has Europe (the actual driving force of reforms) on the agenda of political debate or - when it does - Europe is presented as a remote power, burdening the citizens with absurd constraints. If progress is to be made, these fundamental disparities need to be addressed openly on a political level. Sustainable changes can only be brought about by a policy of small steps relying on the responsibility of the social actors and thus furthering citizens' confidence in Europe much more efficiently than many major projects would be capable of doing." (author's abstract)
Thesaurusschlagwörter EU; European integration; economic cooperation; competitiveness; social policy; reform; economic system; strategy; domestic market; EU policy; France; Federal Republic of Germany
Klassifikation internationale Beziehungen, Entwicklungspolitik; Europapolitik
Methode deskriptive Studie
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2007
Erscheinungsort Berlin
Seitenangabe 20 S.
Schriftenreihe DGAP-Analyse, 2007/1
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
Datenlieferant Dieser Metadatensatz wurde vom Sondersammelgebiet Sozialwissenschaften (USB Köln) erstellt.
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