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Die Europäer werden gefordert : Präsidentenwechsel in Washington und außenpolitische Positionen

A challenge for the Europeans : the change of the president in Washington and foreign policy positions
[Arbeitspapier]

Haftendorn, Helga

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-110570

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Forschungsinstitut der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik e.V.
Abstract "Der Präsidentschaftswahlkampf in den USA bleibt spannend: Zwar gilt die Kandidatur des Republikaners John McCain als nahezu sicher, doch bei den Demokraten liefern sich Hillary Clinton und Barack Obama ein Kopf-an-Kopf-Rennen. In dieser Analyse werden die außenpolitischen Positionen der Präsidentschaftsanwärter Hillary Clinton, Barack Obama, John McCain und Michael Huckabee dargelegt sowie mögliche Entwicklungsperspektiven für das zukünftige transatlantische Verhältnis aufgezeigt, um zu klären, in wie weit nach der Wahl im November ein außenpolitischer Kurswechsel der USA zu erwarten ist. Bei den Demokraten profitiert Clinton von ihrer langjährigen politischen Erfahrung. Im Falle einer Präsidentschaft Clintons, die als selbstbewusste und erfahrene Politikerin in das Weiße Haus einziehen würde, ist davon auszugehen, dass sie sich nicht scheuen würde, konkrete Forderungen an die Verbündeten zu richten, was ein Konfliktpotenzial für die transatlantischen Beziehungen bedeutet. Obama ist der einzige Kandidat, der im Hinblick auf Alter und Herkunft einen deutlichen Wandel symbolisiert. Zugleich ist er ein Kandidat mit begrenzten außen- und sicherheitspolitischen Erfahrungen. Seine Rolle als Brückenbauer und der durch ihn symbolisierte politische Aufbruch sollten nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch unter seiner Präsidentschaft Spannungen und Konflikte im transatlantischen Verhältnis zu erwarten sind. Der moderne Konservative und als Kriegsheld gefeierte McCain ist der Kandidat mit den größten außen- und sicherheitspolitischen Erfahrungen. Im Falle seines Wahlsieges sollten sich die Europäer darauf einstellen, dass sie in ihm zwar einen berechenbaren und mit ihren Problemen vertrauten Gesprächspartner finden, aber auch einen Präsidenten, der nicht nur harte Positionen vertritt, sondern dazu substanzielle Forderungen zugunsten einer gerechten Lastenteilung stellen wird, was zu erheblichen Belastungen in den transatlantischen Beziehungen führen kann. Huckabee hat kaum noch Chancen auf eine Nominierung; aber er könnte es als Vizepräsidentschaftskandidat auf das »ticket« schaffen und McCain nachfolgen, falls diesem etwas zustößt. Seine Erfahrungen im Bereich Europa und sein Verständnis für die Belange der Verbündeten sind allerdings nur rudimentär vorhanden. Die Strukturen des internationalen Systems werden sich bis zur Wahl im November dieses Jahres kaum verändern. Von der nächsten Administration sollten daher nur geringe Unterschiede zur Außenpolitik der gegenwärtigen Regierung erwartet werden, wohl aber solche im Stil und im Umgang mit den Verbündeten. Es ist davon auszugehen, dass von den Europäern gefordert werden wird, mehr militärische Lasten zu übernehmen. In Anbetracht dessen sollten sich die Europäer darauf einstellen, dass der Druck von einem grundsätzlich freundlich gesinnten Partner USA stärker ist und weniger leicht abgelehnt werden kann, als wenn er von einem ungeliebten Partner kommt." [Autorenreferat]

"The U. S. election campaign remains exciting. Whereas the Republicans' John McCain's candidacy can be considered safe, the Democrats Hillary Clinton and Barack Obama are in a tight race. This study analyzes the foreign policy positions of Hillary Clinton, Barack Obama, John McCain and Michael Huckabee. It also provides an outlook on transatlantic relations in the future in order to clarify to what extent a change of U.S. foreign policy can be expected after the 2008 election. As for the Democrats, Clinton benefits from her long-time experience in politics. In case of a Clinton presidency, a self-confident and experienced politician would enter the White House. It is assumed that she will not hesitate to confront the European allies with demands, which may cause transatlantic disputes. Obama is the only candidate who symbolizes a distinct change in terms of age and origin. At the same time he is a candidate with limited experience in foreign and security policy. His role as a binding element and symbol for political change should not deceive Europeans. Tensions and conflicts in the transatlantic relationship are likely to arise under his presidency, too. Modern conservative and war hero McCain has the greatest experience in foreign and security policy. In case of a McCain victory, Europeans should be prepared that although he is a predictable interlocutor familiar with European problems and concerns, he will confront his allies with tough choices and substantial demands in support of an equitable burden-sharing. This can have a considerable impact on transatlantic relations. Huckabee is unlikely to receive the Republican Party's nomination: but he could be a candidate for the Vice Presidency and succeed McCain in case something happens to him. His knowledge about Europe and his appreciation of the concerns of the allies are very limited. The structures within the international system will not change significantly until November 2008. A shift can be expected in the style and ways of dealing with the European allies - at least the candidates have announced this. It has to be assumed that a more equitable military burden-sharing among the allies is expected from all the candidates. It has to be kept in mind that pressure by a generally friendly United States is stronger and harder to oppose than pressure by an less liked partner." (author's abstract)
Thesaurusschlagwörter United States of America; Europe; foreign policy; presidential election; political program; international relations; transatlantic relations; political change; election; EU; North America
Klassifikation politische Willensbildung, politische Soziologie, politische Kultur; internationale Beziehungen, Entwicklungspolitik
Methode deskriptive Studie
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2008
Erscheinungsort Berlin
Seitenangabe 17 S.
Schriftenreihe DGAP-Analyse, 2/2008
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
Datenlieferant Dieser Metadatensatz wurde vom Sondersammelgebiet Sozialwissenschaften (USB Köln) erstellt.
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