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No pain no gain : zur Verbesserung sozialer Chancen durch das Ertragen von Schmerz

No pain no gain : improvement in social opportunities through endurance of pain
[Zeitschriftenartikel]

Peller, Anni

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-107833

Weitere Angaben:
Abstract 'Der menschliche Körper ist kulturübergreifend ein wichtiges Medium, über welches Gemeinschaften Zugehörigkeiten definieren. Häufig werden hierzu Verfahren benutzt, die die Identität eines Individuums irreversibel auf seinem Körper einschreiben. Diese mit Schmerz verbundenen kulturspezifischen Praktiken werden sehr unterschiedlich gewertet. Was von den Akteuren selbst als normal und notwendig angesehen wird, wird von ethischer Perspektive nicht selten als absurd und verstümmelnd abgetan. Die nachfolgende Untersuchung fragt, unter welchen Umständen und aus welchen Gründen Schmerz in kulturellen Verfahren willentlich zugefügt bzw. von den Akteuren zumindest als Begleiterscheinung akzeptiert wird. Zu diesen schmerzhaften Verfahren gehören Übergangsrituale, rituelles Schlagen und Schönheitsoperationen. Soziobiologisch kann dieses menschliche Verhalten damit erklärt werden, dass über das Ertragen des Schmerzes die Attraktivität des Individuums gesteigert wird. Durch das Befolgen schmerzhafter Normen wird Loyalität oder Reife oder Schönheit des Individuums ausgedrückt. Nur hierüber ist ihm eine normale soziale Laufbahn in seiner Gesellschaft möglich bzw. werden seine Chancen auf dem Markt verbessert. Der wertende Vergleich zum Abschluss will zeigen, dass genau aus diesen Gründen schmerzhafte körperliche Veränderungen gemeinhin von Gruppen benutzt und auch toleriert werden.' (Autorenreferat)

'In every community we can find the human body as an important medium, by which affiliations are defined. For this purpose quite often procedures are used which engrave the identity of an individual in an irreversible way an his body. These painful practices are culturally specific and that's why they are valued very differently. What participants themselves regard as normal and necessary, is from an ethic point of view often devaluated as absurd and mutilating. The present analysis asks by which circumstances and for what reasons pain is intentionally caused in cultural procedures and,or is at least accepted by the participants as a concomitant. These painful procedures include rites of passage, ritual beating and cosmetic operations. For this human behaviour exists a socio-biological explanation: bearing the pain increases the attractiveness of the individual. By obeying painful standards loyalty or maturity or beauty is expressed. Only by this means a normal social career is possible for the individual in her/his own society and, or her, his chances an the market are improved. By the way of conclusion the evaluated comparison wants to show that it is exactly for These reasons that painful physical modifications are generally used and also tolerated by communities.' (author's abstract)|
Thesaurusschlagwörter behavior; developing country; Ethiopia; East Africa; Africa; Africa South of the Sahara; social adjustment; social integration; woman; ethnic group; social norm; value; ritual; cultural identity; corporeality; initiation; cultural behavior; social status; pain
Klassifikation Kultursoziologie, Kunstsoziologie, Literatursoziologie; Ethnologie, Kulturanthropologie, Ethnosoziologie
Methode deskriptive Studie
Publikationsjahr 2003
Seitenangabe S. 197-214
Zeitschriftentitel Afrika Spectrum, 38 (2003) 2
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet (peer reviewed)
Lizenz Creative Commons - Namensnennung, Nicht kommerz., Keine Bearbeitung
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