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Kooperationsmodelle

Die Modelle, die sich in der Kooperation mit den Verlagen herausgebildet haben, stehen klar in dem Bemühen, einerseits der Wissenschaft wertvollen Content zur Verfügung zu stellen und andererseits die Verlage über die Erfüllung spezifischer Marketingfunktionen in ihrem Vertriebsgeschäft gezielt zu unterstützen. Gleichzeitig bieten die Modelle allen Beteiligten die Möglichkeit, den Umgang mit Open Access zu erproben und etwaige Auswirkungen auf den Absatz der Print-Ausgaben zu beobachten.

Modell "Selective Access": Der "Selective Access" bezeichnet die auszugsweise Verfügbarmachung eines Titels, also die Bereitstellung von Sammelwerksbeiträgen oder Zeitschriftenaufsätzen. Diesem Modell wird ein hoher Teaser-Effekt zur Bewerbung des Gesamtwerks zugeschrieben. Daher entscheiden zahlreiche Verlage jeweils einen oder mehrere Beiträge aus brandaktuellen Sammelwerken gleichzeitig oder sogar vor der Print-Ausgabe im Open Access verfügbar zu machen. Aber auch ältere Sammelwerke oder Zeitschriftenhefte werden mit diesem Modell noch einmal gezielt in der Fachgemeinschaft präsentiert.

Modell "Delayed Access": Im "Delayed Access" werden Titel nach einer Embargofrist zweitveröffentlicht. Über die Länge der Embargofrist entscheiden die Verlage. Der Richtwert der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) liegt bei einem Jahr. Der "Delayed Access" wird von Verlagen oft dann gewählt, wenn sich die Kosten für einen Titel durch den Verkauf amortisiert haben und eine kostenfreie Bereitstellung auch von Verlagsseite erstrebenswert scheint. Die einzelnen Modelle stehen natürlich nicht für sich allein und können miteinander kombiniert werden. Erfahrungen haben gezeigt, dass dem "Selective Access" auch in Verbindung mit dem "Delayed Access" eine wichtige Teaserfunktion zukommt, etwa wenn Einzelbeiträge eines älteren Sammelwerks im Open Access verfügbar sind.

Modell "Vergriffene Werke": Eine besondere Form des "Delayed Access" stellt die Verfügbarmachung von vergriffenen Titeln dar. Sie können ohne Kosten für den Verlag der Wissenschaftsgemeinschaft erneut zugänglich gemacht werden, noch dazu online. In diesem Modell werden meist komplette Monographien und ältere Zeitschriftenbestände auf dem Wege des Open Access bereitgestellt.

Modell "Retrodigitalisierung": Das Modell zielt darauf ab, die Digitalisierung von noch nicht digital verfügbarem Content im Tausch gegen eine Open-Access Lizenz zu betreiben und eignet sich insbesondere für Klassiker und ältere Zeitschriftenjahrgänge, vor allem dann wenn neuere Jahrgänge der entsprechenden Zeitschrift ebenfalls über SSOAR verfügbar gemacht werden, da dann der Community ein umfangreicher Jahrgangsbestand im freien Zugriff angeboten werden kann.

Modell "Open Access Direct": Dieses Modell bezeichnet die zeitgleiche Veröffentlichung von Print- und Open Access-Ausgabe. Die zeitgleiche Veröffentlichung kann sich dabei auf einzelne Beiträge aus einem Sammelwerk beziehen oder aber, wie in diesem Modell vorrangig angedacht, auf komplette Monographien.

Modell:MitarbeiterInnenpublikationen“: Um Förderkriterien gerecht zu werden, Open Access in der eigenen Institution voranzutreiben, unterstützt SSOAR Forschungseinrichtungen dabei, Publikationen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf einem Repositorium zweit zu veröffentlichen.