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Vergabe von Nutzungslizenzen

Die Lizenzen, unter denen ein Volltext auf dem Repositorium bereitgestellt wird, regeln die Nutzungsbedingungen, unter denen der Endnutzer den Text nutzen darf. Diese werden zusammen mit den wichtigsten bibliografischen Metadaten und dem Zitationshinweis auf dem Deckblatt, welches jedem Dokument  im Download vorgeschaltet wird, ausgewiesen.
Unabhängig davon, dass im Rahmen von Kooperationsvereinbarungen wie etwa dem mittlerweile abgeschlossenem europäischen PEER-Project spezielle Lizenzen vergeben wurden und werden, stehen Nutzerinnen und Nutzern neben den Lizenzen des Digital Peer Publishing (DiPP NRW) die CC-Lizenzen sowie die Deposit-Lizenz zur Verfügung. Freie Lizenzen können dann vergeben werden, wenn die Autorin, der Autor im Besitz der ausschließlichen Nutzungsrechte an der zu archivierenden Publikationsversion ist.

Lizenzen im Einzelnen

DiPP-Lizenzen

Die juristisch geprüften Lizenzverträge von Digital Peer Publishing NRW gibt es in drei Ausformungen. Es werden unterschieden:

  • a) "Basislizenzmodul Digital Peer Publishing License"
  • b) "Modulare DiPP-Lizenz"
  • c) "Freie DiPPLizenz"

(a) Das “Basislizenzmodul“ erlaubt Nutzenden das Lesen des Dokuments, die unveränderte elektronische Weitergabe und die Bereitstellung zum Download. Da das Dokument nur elektronisch weitergegeben werden darf, verbleiben die Rechte für die Nutzung in Druckform oder auf Trägermedien bei der Autorin, dem Autor und werden durch die Lizenz nicht erfasst. Dadurch soll zum einen die elektronische Verbreitung gefördert werden, zum anderen besteht für die Urheberin, den Urheber die Möglichkeit, Dritten (z.B. einem Verlag) Rechte zum körperlichen Vertrieb einzuräumen.

Die beiden Ausbaustufen der DPPL, die "modulare DPPL" und die "freie DPPL", gehen über die Basisversion hinaus, indem sie Nutzern auch eine Veränderung der Materialien (z.B. Bilder, Grafiken, Tabellen etc.) ermöglichen. Dies unterstützt das verteilte Arbeiten und die Wiederverwendung von Materialien.

(b) Bei der "Modularen DiPP-Lizenz" räumt die Urheberin, der Urheber den Nutzenden ein, Veränderungen am Dokument vorzunehmen, allerdings beschränkt auf gekennzeichnete Bereiche. Diese Teile dürfen dann beliebig verändert werden, die sonstigen Bestandteile des Werks sind dagegen nur zur unveränderten Verbreitung freigegeben. So kann z.B. die Bearbeitung einer einzelnen Grafik erlaubt werden, dagegen dürfen die ausformulierten Teile des Dokuments, in dem diese Grafik enthalten ist, nicht verändert werden.

(c) Die "Freie DiPP Lizenz" gestattet sowohl Veränderungen des Dokuments als auch  die Verbreitung von veränderten Versionen. Bei einer solch weitgehenden Freigabe des Werks sollten besondere Vorkehrungen getroffen werden, um die Interessen der ursprünglichen Autorinnen und Autoren zu schützen. Dies betrifft zum einen die Namensnennung. Wenn das ursprüngliche Werk verändert wird, sind die ursprünglichen Urheberinnen und Urheber nicht mehr Urheberinnen oder Urheber des veränderten Werkes. Es ist dann allerdings auf die ursprünglichen Urheberinnen und Urheber hinzuweisen. Diese können allerdings auch bestimmen, dass ihr Name nicht mehr genannt werden darf. Zudem müssen die veränderten Versionen ebenfalls unter der "Freien DiPP Lizenz" veröffentlicht werden. Damit wird sichergestellt, dass die Urheberin, der Urheber der veränderten Version nicht einseitig von der Freigiebigkeit der Ursprungsautorinnen und -autoren profitiert, sondern auch die eigene Version für die weitere Entwicklung zur Verfügung stellen muss.

CC-Lizenzen

Creative Commons bietet als eine gemeinnützige Gesellschaft verschiedene Standard-Lizenzverträge an, mit denen Sie als Autorin oder Autor festlegen können, unter welchen rechtlichen Bedingungen ihre Werke genutzt werden können und Verbreitung finden.
Schon am Namen des jeweiligen CC-Lizenztyps lässt sich erkennen, was die wichtigsten Bedingungen bei der Nutzung des Inhalts sind. Allen Lizenzen gemein ist die Namensnennung der Urheberin, des Urhebers in der von diesenfestgelegten Art und Weise. Die weiteren Lizensierungsmerkmale sind Bedingungen der Weitergabe, Bearbeitungsmöglichkeiten und kommerzielle Nutzung. In unterschiedlicher Kombination ergeben sich aus ihnen die 6 Lizenztypen.

CC BY Namensnennung

CC BY - SA Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen

CC BY - ND Namensnennung – KeineBearbeitung

CC BY - NC Namensnennung- NichtKommerziell

CC BY - NC-SA Namensnennung-NichtKommerziell-Weitergabe unter gleichen Bedingungen

CC BY - NC - ND  Namensnennung-NichtKommerziell-KeineBearbeitung

In SSOAR können alle CC-Lizenzen genutzt werden. Auf dem SSOAR-Deckblatt wird auf die jeweils vergebene Lizenz verlinkt.

Deposit Lizenz

Diese Lizenz bezeichnet den Standardvertrag, unter dem zweitveröffentlichte Texte in SSOAR verfügbar gemacht werden. Diese Archivierungslizenz muss dann verwendet werden, wenn die Autorin, der Autor nur über ein einfaches Nutzungsrecht z.B. an der Verlagsfassung verfügt. Daher ist diese Lizenz auch eher restriktiv gehalten. Sie erlaubt die Nutzung (Download, Ausdruck) jedoch nicht die Veränderung oder Weiterverbreitung des Werkes durch den Endnutzer des Repositoriums.