Informationen zum Sonderforschungsbereich 186
Der Sonderforschungsbereich 186 „Statuspassagen und Risikolagen im Lebensverlauf“ wurde 1988 an der Universität Bremen gegründet. Im Zentrum seiner 14 Jahre interdisziplinär, methodenkombiniert und längsschnittorientiert angelegten Forschungsarbeit standen Übergangsdynamiken und Statussequenzen im Lebenslauf am Schnittpunkt institutioneller Regulierungsmechanismen und individueller Handlungsstrategien. Die Veröffentlichungen des SFB sind im Volltext über SSOAR verfügbar.
Veröffentlichungen des Sonderforschungsbereichs 186 „Statuspassagen und Risikolagen im Lebensverlauf – Institutionelle Steuerung und individuelle Handlungsstrategien“
Herzlich willkommen auf der Portalsseite des Sonderforschungsbereichs 186 auf SSOAR! Sie erhalten über diese Seite freien Zugriff auf die Originalanträge, -berichte, Broschüren zum Forschungsprogramm, Arbeitspapiere sowie alle Ausgaben des Sfb-reports. Diese Projektpapiere und –publikationen waren vorher entweder vergriffen, nur über wenige Bibliotheken oder gar nicht öffentlich zugänglich. Sie stehen nun im Rahmen einer beispielhaften Open-Access-Vereinbarung mit den Leiterinnen und –leitern der Sfb-Projekte frei zur Verfügung. Der Sfb 186 wurde 2001 erfolgreich beendet. Datensätze einzelner Sfb-Projekte sind im Archiv für Lebenslaufforschung (ALLF) und der GESIS-Abteilung „Datenarchiv für Sozialwissenschaften“ archiviert. Um diese einzusehen, besuchen Sie bitte die Webseiten der Archive.
Der Sfb 186 „Statuspassagen und Risikolagen im Lebensverlauf“
Es gibt wenige Gebiete in den Sozialwissenschaften, die die Folgen des sozialen Wandels am Übergang in das 21. Jahrhundert besser dokumentieren als die Lebenslaufforschung. Der 1988 an der Universität Bremen gegründete DFG-Sonderforschungsbereich (Sfb 186) „Statuspassagen und Risikolagen im Lebensverlauf“ hat in diesem Forschungsfeld wissenschaftliches Neuland betreten. Im Zentrum seiner Studien standen Übergangsdynamiken und Statussequenzen im Lebenslauf am Schnittpunkt institutioneller Regulierungsmechanismen und individueller Handlungsstrategien. In einer auf das Verhältnis von Institutionen, als Strukturgeber des Lebenslaufs und individuellen Akteuren bezogenen Forschungsperspektive haben die Projekte des Sfb 186 Veränderungen in der gesellschaftlichen Organisation von Lebensverläufen und die individuelle Koordination von Lebensbereichen und biographischen Übergängen empirisch ausgelotet.
Im Unterschied zur demographischen Verwendung wurde im Sfb der Lebenslauf weder als Altersgraduierung noch als Lebenszyklus betrachtet, sondern als Sequenz von Statuskonfigurationen, bezogen auf die Teilhabe von Individuen an sozialen Institutionen – vor allem an Bildung, Arbeit und Beruf, Familie und Sozialstaat.
In vier Projektbereichen des Sfb wurden zentrale Übergänge im Lebenslauf untersucht: A) Übergänge vom Ausbildungs- ins Erwerbssystem, B) Statuspassagen zwischen Reproduktions- und Erwerbsarbeit, C) Statuspassagen innerhalb der Erwerbsarbeit und D) Übergänge zwischen Erwerbssystem und sozialer Sicherung. Die Zusammensetzung der konkreten, diesen Bereichen zugeordneten Teilprojekte variierte in den insgesamt 14 Jahren Forschungsarbeit (siehe Projekte-Übersicht).
Das Forschungsprogramm versuchte einem Verständnis interdisziplinärer Forschung gerecht zu werden, das die analytisch-methodische Arbeitsteilung zwischen der Strukturanalyse gesellschaftlicher Verhältnisse und der individuellen Interpretation sozialer Normen und Handlungsbedingungen überwinden will. Daher waren die Teilprojekte des Sfbs von Beginn an interdisziplinär angelegt. Folgende Fachdisziplinen waren an der Sfb-Forschung beteiligt: Arbeits(markt-)soziologie, Jugend- und Berufsbildungsforschung, Berufssoziologie, Familienforschung, Geschlechterforschung, Medizinsoziologie, Sozialpsychologie, Kriminologie, Sozialpolitikforschung und Sozialökonomie.
Die Durchführung der komplexen Forschungsvorhaben zur Aufhellung der Mechanismen und Wirkungen des sozialen Wandels in der modernen Lebenswelt verlangte Untersuchungsmethoden, die das gesamte Spektrum zwischen gesellschaftlicher Makro-, Meso- und Mikroebene abdecken. Mit den dazu im Sfb 186 entwickelten Verfahren der Methodenkombination war es möglich, unterschiedlich strukturierte Längsschnittdatensätze auszuleuchten, beispielsweise durch die methodisch korrekte und ertragreiche Verbindung repräsentativer Fragebogenpanels und problemzentrierter Einzelinterviews.
Das Angebot in SSOAR
Forschungsprogrammbroschüren
Die sechs Broschüren dienen der komprimierten Information über die Forschungskonzeption und die Teilprojekte der jeweiligen Forschungsphase des Sfb 186.
Anträge und Berichte an die Geldgeberin DFG
Im Jahre 1987 erging der Antrag auf Einrichtung des Sfb 186 an der Universität Bremen an die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG). In den folgenden insgesamt fünf Finanzierungsphasen wurden die jeweils abgeschlossenen Forschungsarbeiten sowie erreichten Resultate reflektiert und zusammengetragen (Arbeits- und Ergebnisberichte) und auf dieser Grundlage neue Forschungsziele für die jeweils nächste Projektphase konzipiert (Finanzierungsanträge). Alle Originalanträge, -berichte sowie Broschüren zum Forschungsprogramm konnten digitalisiert und bereitgestellt werden.
Wissenschaftliche Publikationen und Arbeitspapiere
In der Gesamtlaufzeit des Sfb 186 wurden diverse wissenschaftliche Publikationen erstellt. Dazu gehören neben vielen einzeln entstandenen Büchern und wissenschaftlichen Artikeln in Büchern und Zeitschriften, die Sfb-Buchreihe „Status Passages and the Life Course“ mit elf Bänden, einige Dissertations- und Habilitationsschriften, über sechzig Arbeitspapiere und acht Ausgaben des „Sfb186-report“ (siehe Literaturdokumentation). Abschlussveröffentlichungen bildeten die vier 2001 erschienenen Bände der Buchreihe „Statuspassagen und Lebenslauf“ (siehe Rezension) und der ZSE-Band „Übergänge“ (ZSE, 3. Beiheft 2000). Während die meisten Publikationen über Bibliotheken oder den Buchhandel erworben werden können, möchten wir Ihnen hier den Zugang zu den übrigen eröffnen: alle Sfb-reports sowie alle Arbeitspapiere sind als digitalisierte Volltexte frei zugänglich.
Service
Der Sfb wurde 2001 erfolgreich beendet. Datensätze einzelner Sfb-Projekte konnten jedoch für interessierte wissenschaftliche Sekundärnutzer/innen im Archiv für Lebenslaufforschung (ALLF) (Universität Bremen) und der GESIS-Abteilung "Datenarchiv für Sozialwissenschaften" gesichert werden. Bei Fragen zu den archivierten Datensätzen wenden Sie sich bitte an das ALLF-Team bzw. den zuständigen GESIS-Mitarbeiter Oliver Watteler.
Wenn Sie Fragen oder Anregungen zum Angebot des Sfb 186 hier auf SSOAR haben, wenden Sie sich bitte an das Team von SSOAR.

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