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Psychologie und Gesellschaftskritik

 

Herzlich willkommen im Online-Portal der Zeitschrift Psychologie & Gesellschaftskritik (P & G). Sie erhalten über diese Seite freien Zugriff auf das Archiv der Zeitschrift, das nach und nach aktualisiert und ergänzt wird.

Geschichte und Programmatik

P & G ist eine der wenigen kritisch-psychologischen Zeitschriften der 1970er Jahre, die 2006 den 30. Jahrgang erreicht hat und nach wie vor existiert. Gegründet wurde P & G 1976 unter dem Titel Psychologie & Gesellschaft, einige wenige gleichlautende Hefte erschienen 1977/78 und sind ebenfalls auf SSOAR einzusehen. Da dieser Titel bereits vergeben war, wurde »Gesellschaft« durch »Gesellschaftskritik« ersetzt.

P & G blickt zunächst auf eine Vergangenheit zurück, die eng mit der Entwicklung kritischer Psychologien im deutschen Sprachraum verknüpft ist. Im Zuge der Differenzierung und Diversifizierung wurde P & G zum Publikationsorgan derjenigen, die sich aus dem engen marxistischen Korsett lösen wollten und sich insbesondere für postmoderne und kritische Ansätze interessierten. Von dort aus kommend hat sich P & G früh von herkömmlichen Denkkorsetten und Positionierungen verabschiedet.

P & G tritt innovativ für kritische Positionierungen innerhalb der Psychologie und anderen Sozial- und Kulturwissenschaften ein. Sie wendet sich gegen eine Standardisierung des Wissens und will existierende Veränderungspotenziale in Wissenschaft und Gesellschaft ins Gespräch bringen. P & G vertraut dabei auf eine Reihe kritischer Ansätze:

  • die Critical Psychology, die sich über die hierzulande noch nicht zugeschütteten Gräben und Markierungen hinaus bewegt hat,
  • Diskurstheorie und -analyse, unter der das Verhältnis von Macht und Wissen jenseits vorzuentscheidender gesellschaftlicher Strukturannahmen untersucht werden kann,
  • Kulturpsychologie und Cultural Studies, die mittels sozio-historischer und kontextualiserender Methode individualpsychologische Sackgassen überwinden,
  • narrative und diskursive, konstruktionistische und dekonstruktivistische Ansätze, unter denen neue Epistemologien jenseits angeblich unhintergehbarer Grundannahmen über das Psychische sichtbar werden,
  • die Science and Technology Studies, wo über die Möglichkeit des Humanen angesichts der neuen Technologien reflektiert wird,
  • noch existierende Geschlechterproblematiken jenseits der domestizierten Genderdebatten,
  • die Psychoanalyse »jenseits der Couch«.

Und es gibt Bedürfnisse, sich in Ausbildung, Studium und Berufspraxis jenseits der gebahnten, ›anerkannten‹ Pfade bewegen zu können. Dem bietet P & G ein Veröffentlichungs- und Diskussionsforum.

So wird auch aktuell in P & G  eine jahrelange Tradition unter bekanntem Namen, der einen eher eng zu verstehenden Kritikbegriff nahezulegen scheint, fortgeführt, ohne einer engen Festlegung verfallen zu sein. Die redaktionelle Arbeitsweise dieser Zeitschrift begünstigte vom Beginn ihres Erscheinens an eine Offenheit, die sich der Festlegung auf eine wissenschaftliche Lehrmeinung oder gar auf ein kategoriales System entzog.

Im Laufe der Jahre entwickelte sich P & G zu einer Zeitschrift, deren Schwerpunktthematiken die Bewegungen kritischer intellektueller Diskurse in und um die Psychologie nachzeichnen, begleiten und aktiv beeinfluss(t)en.

Konzept

P & G erscheint mit vier Nummern in drei Themenheften pro Jahr, wovon eines ein Doppelheft ist. Jedes Heft ist – entgegen der üblichen Zeitschriftenpraxis – thematisch konzentriert und die Beiträge aufeinander und auf das Thema abgestimmt. Dies hat dazu geführt, die Einzelhefte auch mit einer ISBN zu versehen, sodass sie als Buchpublikationen über den Buchhandel erhältlich sind. P & G ist seit jeher bemüht, quer zu den disziplinären Grenzen zu publizieren und veröffentlicht deshalb auch psychologisch interessante Beiträge aus Philosophie, Soziologie, Literatur- und Kulturwissenschaft, Pädagogik und der gesellschaftlichen Praxis.
P & G wird herausgegeben von einem Team, das keinen Schriftführer oder Leitenden Herausgeber kennt. P & G pflegt ein strenges Herausgeberreview, d. h. jeder eingereichte oder eingeworbene Beitrag wird in der Redaktion ausführlich diskutiert und nach Mehrheit bewertet.
P & G ist Psyndex-gelistet.

Service

Wenn Sie Fragen und Vorschläge zu oder inhaltliche Beiträge für P & G haben, schreiben Sie bitte eine E-Mail an die Redaktion oder richten Sie diese postalisch an:

Psychologie & Gesellschaftskritik
c/o Dr. Ulrich Kobbé
iwifo-Institut
Postfach 30 01 25
59543 Lippstadt

Zudem können Sie den regelmäßigen P & G-Newsletter abonnieren, in dem über geplante Ausgaben und Heftinhalte, Calls-for-Paper sowie aktuell erscheinende Hefte informiert wird. Hierfür senden sie eine E-Mail an die Redaktion mit dem Betreff OptIn.

Wenn Sie Fragen oder Anregungen zum Angebot der Zeitschrift hier auf SSOAR haben, wenden Sie sich bitte an das SSOAR-Team.

Bezug einzelner Hefte oder Abonnements

Aktuelle Ausgaben von P & G können neben dem Buchhandel bestellt werden bei:

PABST SCIENCE PUBLISHERS
Eichengrund 28
49525 Lengerich
Tel.: 0049/5484/308
Fax: 0049/5484/550
www.pabst-publishers.de
pabst.publishers(at)t-online(dot)de

Über aktuelle Preise und Konditionen insbesondere auch Abonnements können Sie sich auf diese Verlagsseite informieren.

Kontakt

postalisch:

Psychologie & Gesellschaftskritik
c/o Dr. Ulrich Kobbé
iwifo-Institut
Postfach 30 01 25
59543 Lippstadt   

oder im InternetWebauftritt von P & G beim herausgebenden Verlag.