PEER (Publishing and the Ecology of European Research)
Erstmalige Zusammenarbeit von Verlagen, Repositorien und Forschern
PEER (Publishing and the Ecology of European Research - Publizieren in der europäischen Forschungslandschaft) wird unterstützt vom Programm eContentplus der Europäischen Kommission. Das Projekt untersucht die Auswirkungen einer großangelegten, systematischen Online-Bereitstellung von Autorenmanuskripten, die ein Peer-Review-Verfahren durchlaufen haben ('stage-2'), als Publikationen des „Grünen Weges“ auf ihre Verfügbarkeit, die Sichtbarkeit von Autoren und Zeitschriften sowie auf die breitere europäische Forschungslandschaft. In dem Projekt kooperieren während der Laufzeit von 2008-2012 Verlage, Repositorien und Forscher.
Zeitschriften, die ein Begutachtungsverfahren durchlaufen haben, spielen eine Schlüsselrolle in der Wissenschaftskommunikation und sind entscheidend für den wissenschaftlichen Fortschritt und die Wettbewerbsfähigkeit Europas. Die Verlags- und die Forschungsgemeinschaft teilen die Meinung, dass ein erhöhter Zugang zu den Ergebnissen EU-geförderter Forschung erforderlich ist, um deren Nutzen und Bedeutung zu maximieren. Dennoch vertreten sie unterschiedliche Ansichten darüber, ob eine verpflichtende Bereitstellung von Texten in Open-Access-Repositorien tatsächlich zu diesem Ziel führen könne. Es herrschen darüber hinaus Meinungsverschiedenheiten über geeignete Sperrfristen. Bisher konnte in diesen Fragen keine Übereinstimmung erzielt werden.
Der Mangel an Konsens über diese Schlüsselthemen rührt von einem Mangel an deutlichen Beweisen dafür her, welche Auswirkungen die breite und systematische Archivierung von Forschungsleistungen in Open-Access-Repositorien haben könnte. PEER zielt darauf ab, dies zu ändern.
In SSOAR werden im Verlauf des Projektes Artikel mit sozialwissenschaftlichen Inhalten aus 39 der 241 von Verlagen im Projekt bereit gestellten Zeitschriften verfügbar gemacht.

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