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Aktuelles:

OAI-PMH auf SSOAR

Harvesten der SSOAR-Metadaten über OAI-PMH-Schnittstelle möglich

Policy

Nachstehend werden die Leistungen und der Anspruch von SSOAR in verpflichtenden Leitlinien niedergelegt. Ebenso finden Sie die Bedingungen für das Einstellen von Dokumenten ins Repositorium beschrieben.

1. Ziele und inhaltliche Kriterien für den Volltextserver SSOAR

SSOAR bietet Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen aus den Sozialwissenschaften und angrenzenden Fächern die organisatorischen und technischen Rahmenbedingungen zur elektronischen Verfügbarmachung wissenschaftlicher Dokumente. SSOAR ist allerdings kein Veröffentlichungsort, sondern dient der Verfügbarmachung bereits erschienener Veröffentlichungen. Diese werden unter Einhaltung von Qualitätsstandards im Internet für Forschung und Lehre bereitgestellt.

Die elektronischen Dokumente erhalten dauerhafte Adressen (URN), werden lizensiert und über nationale und internationale Bibliothekskataloge, Suchmaschinen sowie andere Nachweisinstrumente erschlossen. Darüber hinaus wird eine Langzeitarchivierung der elektronischen Dokumente gewährleistet.

Betrieben und weiterentwickelt wird SSOAR von GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften. Das Repositorium ist eingebunden in nationale und internationale Initiativen und Projekte wie open-access.net, die Deutsche Initiative für Netzwerkinformation (DINI) und die Open Archives Initiative (OAI). Ferner unterstützt die Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz e.V. die Anliegen der Berliner Erklärung über offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen und bietet mit SSOAR eine Möglichkeit zur Selbstarchivierung für wissenschaftliche Dokumente.

2. Das Sammelspektrum von SSOAR für elektronische Dokumente der Sozialwissenschaften

Das Sammelspektrum von SSOAR umfasst die Speicherung, Katalogisierung und Archivierung elektronischer wissenschaftlicher Dokumente aus den Sozialwissenschaften. Dies bezieht sich sowohl auf rein elektronische Publikationen als auch auf elektronische Versionen gedruckter Dokumente.

Die Urheberrechte der Autorinnen und Autoren bleiben gewahrt. Die Verfügbarmachung auf SSOAR steht einer weiteren Veröffentlichung der Dokumente in Fachzeitschriften oder auf anderen Dokumentenservern nicht entgegen. Gemäß den Empfehlungen des Wissenschaftsrats werden alle Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aufgefordert, sich beim Abschluss von Verlagsverträgen ein entsprechendes weiteres einfaches Nutzungsrecht zu sichern und die von ihnen verfassten Dokumente zusätzlich - eventuell nach einer Sperrfrist - auf einem Volltextserver wie SSOAR zu veröffentlichen. Die Einhaltung von Urheber- und Verwertungsrechten Dritter liegt in der Verantwortung der Autorinnen und Autoren bzw. der Herausgeber/innen der elektronischen Dokumente.

3. Das elektronische Dokument auf SSOAR

Unter einem "elektronischen Dokument" wird im engeren Sinne ein Dokument verstanden, welches auf Text und Grafik basiert, in digitaler Form auf einem Datenträger gespeichert ist und über Rechnernetze verbreitet wird. Die Veröffentlichung von multimedialen Dokumenten, die Audio- und Video-Sequenzen enthalten, ist ebenfalls möglich.

Ein über SSOAR veröffentlichtes elektronisches Dokument erfüllt folgende Bedingungen:

  1. Es ist zur Verbreitung in der Öffentlichkeit bestimmt.
  2. Es stellt kein dynamisches Dokument dar. Sind Veränderungen notwendig, wird das geänderte elektronische Dokument als neue Version gespeichert.
  3. Es ist mit einer rechtssicheren Lizenz  versehen, die Verbreitung und Nutzung regelt.
  4. Es entspricht den von SSOAR vorgegebenen technischen Parametern.
  5. Elektronische Dokumente, die über SSOAR veröffentlicht und verbreitet werden:
    • alle qualitätsgeprüften wissenschaftlichen Beitragsarten, die in Zeitschriften sowie in "zeitschriftenähnlichen Reihen" veröffentlicht wurden, neben Artikeln auch Rezensionen, Interviews oder Tagungsberichte;
    • alle qualitätsgeprüften wissenschaftlichen Textkompilationen in Sammelbänden: u.a. Handbücher, Tagungsreader, Konferenzproceedings;
    • Forschungsberichte, Discussion Papers, Arbeitspapiere z.B. aus Institutsreihen oder von Forschungsverbünden, letztere können ihrerseits monografisch angelegt oder eine Zusammenstellung mehrerer Beiträge sein;
    • Monografien (Bücher, Dissertationen), bestenfalls als Komplettschrift, zuweilen auch einzelne Kapitel (sofern dies inhaltlich sinnvoll erscheint);
    • Preprints und Postprints, insofern die Autor/innen das Recht zur Veröffentlichung haben;
    • Erstveröffentlichungen, wenn ein "Peer Review" oder anstelle einer Begutachtung zwei Empfehlungen von Fachkolleg/innen vorliegen.
  6. Technische Besonderheiten des Volltextservers SSOAR
    • Die elektronischen Dokumente werden mit individuellen und dauerhaften Adressen (URNs) versehen, welche einen unmittelbaren Zugriff auf die Dokumente erlauben.
    • Für die Erschließung, Speicherung und Archivierung der elektronischen Dokumente werden internationale Standards wie die Richtlinien der Open Archives Initiative (OAI) genutzt und weiterentwickelt.
    • Es wird eine Archivierungsgarantie von mindestens fünf Jahren gegeben. Die Archivierungsdauer der Formate hängt von der Verfügbarkeit des Formats, der Betrachtungssoftware sowie den Konvertierungsmöglichkeiten ab.

4. Organisatorische Regelungen

  • SSOAR wird betrieben von GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften.
  • Die elektronische Veröffentlichung ist kostenfrei.
  • Die Abgabe der elektronischen Dokumente zur Verbreitung über SSOAR erfolgt in der Regel über ein Uploadformular auf dem Volltextserver.
  • Für die Veröffentlichung notwendige zusätzliche Arbeiten wie die Aufbereitung der elektronischen Dokumente oder die Konvertierung in andere Formate werden in Ausnahmefällen von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von SSOAR durchgeführt.
  • Ansprechpartner für alle SSOAR betreffenden Fragen ist GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften.